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Atemschutz

Atemgifte haben eine schädigende Wirkung auf den Körper, wenn sie über die Atemwege aufgenommen werden. Bei Feuerwehreinsätzen (Zimmer-, Wohnungs-, Fahrzeugbränden usw.), bei denen eine giftige Umgebungsluft herrscht, geht die Feuerwehr grundsätzlich mit Atemschutzgeräten in den Einsatz vor.

 

Man unterscheidet umluftabhängigen und umluftunabhängigen Atemschutz.

Wenn der Schadstoff bekannt ist und der Sauerstoffgehalt mehr als 17% beträgt, kann eine Atemschutzmaske mit Atemfilter Verwendung finden (umluftabhängiger Atemschutz). Im Normalfall werden aber immer so genannte Pressluftatmer (schwerer Atemschutz – umluftunabhängiger Atemschutz) bei der Feuerwehr eingesetzt.

 

Bevor ein Atemschutzgeräteträger zum Einsatz zugelassen wird, muss er natürlich eine körperliche Gesundheitsuntersuchung (G26/3 - von einem ermächtigten Arzt) über sich ergehen lassen.

 

Nach der mindestens 24-stündigen Ausbildung zum „Träger von Atemschutzgeräten“ steht dem Einsatz unter schweren Atemschutz nichts mehr im Wege.

 

Außer den geleisteten Atemschutzeinsätzen muss jeder Träger im Jahr zusätzlich zwei Übungen unter schwerem Atemschutz absolvieren.

 

 

Die Feuerwehr Coburg betreibt seit den 70er Jahren eine eigene Atemschutzwerkstatt:

 

In ihr werden sämtliche Atemschutzgerätschaften, Chemikalienschutzanzüge und sonstige Ausrüstungsgegenstände gereinigt, desinfiziert, getrocknet, ggf. repariert und geprüft.

 

Auch einige Feuerwehren des Landkreises Coburg sowie Betriebe nutzen die Atemschutzwerkstatt in Coburg zur Überprüfung und Wartung ihrer Gerätschaften.

 

Die Atemschutzwerkstatt beinhaltet neben einem großen Reinigungs-, Desinfektions- und Trockenraum eine abgetrennte Atemschutzwerkstatt. In ihr befinden sich sämtliche Geräte und diverse Ersatzteile für die Reparatur und Prüfung der Atemschutzgeräte und sonstigen Ausrüstungsgegenständen.

 

Im Kompressorraum steht zum Füllen von Druckluftflaschen ein ausreichend dimensionierter Atemluftkompressor mit Vorkühler zur Verfügung. Die Füllleiste für 200 bzw. 300 bar befindet sich im Werkstattbereich.

 

Atemschutzgerätschaften unterliegen strengen Reinigungs-, Desinfektions- und Prüfintervallen. Um die eingesetzten Geräteträger gut zu schützen ist dies auch dringend notwendig. Von den Atemschutzgerätewarten der Feuerwehr Coburg werden diese Arbeiten in verantwortungsvoller Weise durchgeführt.